Üstra und Regiobus reagieren ab Montag auf den Schülerverkehr

Von Bernd Haase (HAZ vom 25.04.2020 )

Mit Blick auf die schrittweise geplante Öffnung der Schulen in Niedersachsen von Montag, 27. April, an weiten die Nahverkehrsunternehmen im Großraum-Verkehr Hannover (GVH) das Angebot bei Bussen und Bahnen aus. Vom Grundsatz her bleibt es bei den wegen der Corona-Pandemie geltenden Sonderfahrplänen und damit bei rund 75 Prozent des üblichen Verkehrs. Diese wollen die Unternehmen jedoch bedarfsgerecht ergänzen. 

■ Stadtbahnen: Die Züge fahren montags bis sonnabends von Betriebsbeginn bis kurz vor 6 Uhr sowie von 19 bis 0.45 Uhr im 30- Minuten-Takt, dazwischen im Takt von 15 Minuten. Ausnahme ist die Linie 10, die durchgängig alle 15 Minuten unterwegs ist. Zusätzlich hält die Üstra bedarfsorientiert Verstärkerzüge bereit. Der geltende Sonntagsfahrplan bleibt bestehen. 

■ Busse der Üstra: Sie verkehren werktags nach dem Samstagsfahrplan. Ergänzt wird dieses Angebot von Montag an durch sämtliche planmäßigen Schulfahrten, teilweise verstärkt mit zusätzlichen Bussen auf den Linien 120, 121, 125, 346, 371, 372 und 581. Dazu kommen außerdem Verstärkerfahrten während der Berufspendlerzeiten auf den Linien 135, 253 und 480. 

■ Regiobus: Auch hier gilt grundsätzlich der Samstagsfahrplan, der allerdings zwischenzeitlich schon durch Zusatzfahrten etwa auf den Sprinterlinien ausgeweitet wurde. Jetzt kommen weitere Verbindungen hinzu, die den „Bedarf der einzelnen Schulstandorte abdecken sollen“, teilt der GVH mit. Um diesen zu ergründen, hat sich das Unternehmen zuvor mit Schulen und Schulzentren in Verbindung gesetzt – allerdings offenbar nicht mit alle, wie es hier und da heißt. Die genauen Fahrpläne für die Regiobus wie auch für die anderen Unternehmen können Kunden über die GVH-App oder im Internet unter www.gvh.de, www.uestra.de und www.regiobus.de abrufen. 

■ S-Bahn: Die Linien 1, 2 und 5 sind immer mit Langzügen unterwegs und verkehren im Stundentakt. Von Montag an gilt der Stundentakt auch für die Linie 3 zwischen Hannover und Hildesheim. Die Linie 4 erhält zwischen Hannover und Bennemühlen 

werktags einen Halbstundentakt, abends kommen zusätzliche Züge hinzu, die dann alle 60 Minuten fahren. Auf den Linien 6 und 7 zwischen Hannover und Celle sind die Bahnen werktags im Stundentakt unterwegs. In den Morgen- und Abendstunden werden zuletzt ausgefallene Fahrten wieder aufgenommen – zuletzt war es dort oftmals sehr voll in den Zügen gewesen. Alle Regelungen sollen voraussichtlich bis zum 13. Juni gelten. 

■ Regionalzüge: Hier waren die Einschnitte im Fahrplan nach Mitteilung der Nahverkehrsgesellschaft des Landes ohnehin geringer als im GVH. „Im April fuhren in weiten Teilen Niedersachsens 91 Prozent der üblichen Züge“, sagt Geschäftsführerin Carmen Schwabl. Man sei zuversichtlich, dass das Niveau von Montag an noch gesteigert werde. 

Gereinigt und desinfiziert werden die Fahrzeuge der Nahverkehrsunternehmen grundsätzlich in den nächtlichen Fahrplanpausen in den Depots. Zusätzlich sind auch tagsüber Reinigungsteams im Einsatz. „Wir machen, was wir machen können“, sagt Regiobus-Sprecher Tolga Otkun. Gelegenheiten böten sich etwa, wenn die Busse an den Zentralen Omnibusbahnhöfen etwas länger stehen. Die Üstra verfährt laut Sprecher Udo Iwannek ähnlich. „Das kann aber aus Gründen der Personalkapazitäten nur punktuell geschehen“, sagt er. Gereinigt würden vor allem Haltestangen und -schlaufen in den Fahrzeugen, aber auch Fahrkartenautomaten an den Stationen. 

Damit Fahrgäste nicht die Halteknöpfe drücken müssen, öffnen die Türen der Bahnen und Busse automatisch. In den Bussen ist der Einstieg vorne beim Fahrer schon seit Längerem nicht mehr möglich, wodurch auch der Fahrscheinverkauf im Fahrzeug entfällt. Zum Ansteckungsschutz gehört auch, dass die Bereiche unmittelbar hinter den Fahrerkabinen bei Üstra und Regiobus abgesperrt sind. 

Quelle: HAZ vom 25.04.2020 

Bei weiteren Fragen oder Problemen bezüglich der Schülerbeförderung wendet Euch gern per Mail an mich! WIP 

 

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