Liebe Erziehungsberechtigte und Eltern vom GBG,

in dieser Phase 0, die ich von Montag, dem 20.04. bis zum morgigen Mittwoch beschreiben möchte, geht es in erster Linie darum, die Kommunikationswege der Schule sicher zu stellen. Daher bedanke ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Elternvertreter*innen, die die Informationen an alle Eltern streuen und verteilen. Sollte eine Weiterleitung der Informationen nicht reibungslos funktionieren, finden Sie die gesamten Schreiben an die Eltern auch auf unserer Homepage. Die Lehrkräfte haben in den letzten Tagen den Kontakt zu Ihren Kindern über unsere IServ-Plattform aufgenommen.

Die schulische Arbeitsphase (Phase 1) für die Schüler*innen beginnt morgen, also ab Mittwoch, den 22.04.2020 mit dem „Lernen zu Hause“, welches das Kultusministerium von den Schulen einfordert. Dazu hat die Schulleitung die Rahmenbedingungen für die häusliche Beschulung erarbeitet, welche ich Ihnen in diesem Schreiben vorstellen werde.

Wie bereits in meiner letzten Nachricht erwähnt, gibt es für die tägliche Arbeitsbelastung der Schüler*innen einen Richtwert in Zeitstunden:

  • Schuljahrgänge 5 bis 8: 3 Stunden,
  • Schuljahrgänge 9 und 10: 4 Stunden und
  • Schuljahrgänge 11-13 II: 6 Stunden

Das GBG hat nun ausgehend von dieser Angabe für alle Jahrgänge eine Art “Stundenplan” entwickelt.

Der Plan ist wie folgt zu lesen: Für jeden Wochentag sind Fächer und Zeitbedarfe in Zeitstunden angegeben. Die jeweilige Fachlehrkraft ist angehalten, den Kindern bis spätestens 8.00 Uhr an diesem Tag Aufgaben und Material für den angegebenen Zeitumfang zu senden. Die Kinder können sich für die Bearbeitung des Materials an diesen Plan halten. So haben sie an den Wochentagen ungefähr immer gleich viel zu tun. Es kann auch sein, dass eine Lehrkraft die Aufgaben für den Dienstag schon am Wochenende einstellt, oder dass es auch mal die doppelte Aufgabenmenge gibt und dafür am nächsten Termin nichts. Das wird den Kindern aber immer kommuniziert. Grundsätzlich soll dieser Plan den Lernenden eine Struktur bieten und verhindern, dass die Schüler*innen von einer Aufgabenflut überfordert werden.

Über die Aufgaben hinaus bieten alle Lehrkräfte zwei Zeitstunden Sprechzeit in der Woche an. Sie sind in erster Linie ein Angebot, um Rückfragen zum Material zu klären, aufgetretene Probleme zu besprechen und ggf. lösen zu können. Wann diese Sprechzeit stattfindet und wie die Lehrkräfte kontaktiert werden können, teilen die Lehrer*innen den Kindern immer zusammen mit den Aufgaben mit.

Eine Möglichkeit zur Nutzung bietet hierzu das neue Modul „Videokonferenz“ unter unserer Arbeitsplattform IServ. Für die Nutzung dieser Kommunikationsform brauchen Sie also keine weitere Software zu installieren! Lediglich die Freigabe einer Kamera und/oder eines Mikrofons kann je nach Betriebssystem oder mobilem Endgerät etwas umständlich sein; sollten hier Fragen auftreten wenden Sie sich bitte per E-Mail an hilfe@gbg-seelze.eu . Ob und wie häufig Lehrkräfte die Möglichkeit einer Videokonferenz benutzen, bleibt deren Entscheidung.

 

Ich möchte Sie um zwei Dinge bitten: Zum einen bitte ich Sie darum, dass Sie Ihre Kinder nach Kräften unterstützen, wenn es um die Bewältigung der technischen Probleme geht. Sorgen Sie bitte dafür, dass Ihre Kinder werktäglich das IServ-Postfach erreichen können und assistieren Sie ggf. auch bei dem Hochladen von Lösungen o.Ä.. Scheuen Sie sich in diesem Zusammenhang auch nicht, Probleme offen zu kommunizieren. Es ist uns wichtig, dass wir alle Schüler*innen auf diesem digitalen Weg mitnehmen!

Zum anderen bitte ich Sie um Nachsicht, wenn bei dieser neuen Form der Beschulung nicht alles auf Anhieb funktionieren sollte. Wir hatten eine kurze Vorbereitungszeit und im Hintergrund werden noch immer einige Absprachen getroffen. Sowohl Lehrende als auch Lernende werden nun Erfahrungen im digitalen Lehren und Lernen sammeln und sicher dabei auch in die eine oder andere „Sackgasse“ oder „Falle“ tappen. Dies kann zu Beginn für etwas Verwirrung sorgen; seien Sie aber versichert, dass wir hart daran arbeiten, schnell ein tragfähiges System für das „Lernen zu Hause“ zu entwickeln.

Mit dem “Stundenplan” haben wir wie oben erwähnt ja auch schon eine Struktur für Schüler*innen und Lehrer*innen vorgegeben. Dabei bitten wie Sie außerdem um ehrliches und konstruktives Feedback. Wir bemühen uns sehr, aber natürlich sind wir ein Stück „betriebsblind“ und brauchen auch eine Rückmeldung von Ihnen, wenn etwas nicht läuft. Sprechen Sie doch bitte die Elternvertretung Ihrer Klasse an, wenn Ihre Kinder z.B. in einem Fach gar keine Aufgaben erhalten. Dann empfiehlt sich eine Kontaktaufnahme mit der Klassenleitung und ggf. mit der Jahrgangsleitung (Klassen 5-7 Herr Daentzer, Kl. 8-10 Frau Baksmeier, Jhg. 11 und 12 Herr Böttcher).

Der Einfluss der Schule auf ihre Kinder wird durch die Umstände des Corona-Virus geschwächt. Damit kommen auch auf Sie neue Herausforderungen zu, um ihre Kinder evtl. zu mehr Selbständigkeit und Eigeninitiative zu bewegen. Unsere Bemühungen und Maßnahmen laufen ins Leere, wenn eine gegenseitige Unterstützung fehlt.

Wir machen uns gespannt mit Ihnen und Ihren Kindern auf diesen digitalen Weg und sind überzeugt, dass wir die Schüler*innen bis zur Rückkehr ins Georg-Büchner-Gymnasium pädagogisch sinnvoll begleiten werden! Sicherlich warten Sie auch gespannt auf Regelungen bzgl. der Zensierung und Benotung zum Schuljahresende. Hierzu gibt es erste allgemeine Vorgaben aus dem Ministerium, die nun seitens der Schule konkretisiert werden müssen. Ihre Kinder und Sie werden darüber im Laufe der nächsten Woche informiert.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Schmidt

 

 

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